Das Hauptgebäude von Regens Wagner Michelfeld
Virtuelle Führung durch das Hauptgebäude

Betritt man das Gebäude bei der Pforte, dann steht man am Aufgang des reichhaltig mit Stuck verzierten Haupttreppenhauses. Dieses wurde deshalb so aufwändig ausgestaltet, da es direkt zum Festsaal der Benediktiner im zweiten Stockwerk hinaufführte, der jetzt die Paramentennäherei und –stickerei beherbergt. Die ebenfalls sehr großzügig angelegten Räume direkt darunter, die heute als Verwaltung genutzt werden, dienten zu Zeiten der Benediktiner als Wohngemächer des Abtes.

Ebenfalls im zweiten Stockwerk, in der heutigen Gruppe Franz-Sales und dem anschließenden Arztzimmer finden sich zwei weitere bemerkenswerte stuckverzierte Decken, die vor allem durch die Größe der dargestellten Figuren auffallen und die einer frühen Ausgestaltungsphase zugeordnet werden können. Diese Räume waren soweit bekannt ursprünglich die Krankenzimmer der Abtei.

Im ersten Stock, im Anschluss an die jetzige Gruppe Theresia, befindet sich der Herz-Jesu-Chor, der Psallierchor der Benediktiner, der bis heute noch als Hauskapelle genutzt wird. Diese wurde ebenso wie die Pfarrkirche von den Gebrüdern Asam ausgestaltet (1716). Die drei mittleren Deckengemälde stellen die Erzengel Gabriel, Michael und Raphael dar. Der Herz-Jesu-Chor wurde von April bis November 1999 renoviert und erhielt so seine alte Schönheit wieder.

Der heutige Speise- und Aufenthaltsraum der Gruppe Theresia zählt zu den schönsten Räumen des ursprünglichen Klostergebäudes. Durch die großen Fenster und die lebhafte Deckengestaltung entsteht ein freundlicher Raumeindruck. Zu Zeiten des Benediktinerkonvents befanden sich hier soweit bekannt Skriptorium und Bibliothek.

Im Erdgeschoss bemerkenswert ist der jetzige Mitarbeiterspeisesaal, der ursprünglich als Sommerrefektorium der Mönche genutzt wurde.

Hinzuweisen ist auch auf die spätgotische Marienkapelle, die zu den ältesten Gebäudeteilen zählt (Weihejahr 1507) und in der sich die Grabstätte der Benediktiner befand. Jetzt ist hier der Speiseraum der Gruppe Maria. Der anschließende Aufenthaltsraum war früher Kapitelsaal.